Jean Paul Weg

a) Übersicht

Der „Jean-Paul-Wanderweg” – Wandern in Etappen zu den Lebensstationen Jean Pauls in Oberfranken

“Dichter der schönsten Wunschlandschaften” nannte ihn Ernst Bloch (Dt. Philosoph) – ein Titel, der ihm, dem einst berühmten Romantiker, wohl gut gefallen hätte. Denn Landschaft und das Wandern in der Landschaft war seine Inspiration. „Ich kann mich nicht erinnern, einen einzigen Gedanken in der Stube gefasst zu haben“ sagt Jean Paul (1763-1825) über sich selbst.

Jean Pauls Heimat

Das Fichtelgebirge und seine Bayreuther Heimat liebte er, als Spaziergänger zur Rollwenzelei blieb er im Gedächtnis. Hier hat er gelebt. Hier ist die Heimat seiner Wortspiele und Bilder. In Wunsiedel (Fichtelgebirge) ist Jean Paul geboren. In Schwarzenbach a.d. Saale, Joditz und Hof verbrachte er seine Kindheits- und Jugendjahre, die in seinen Werken immer wieder auftauchen. In Bad Berneck i. Fichtelgebirge fand er seine heiß geliebten Pfeffernüsse, in Bayreuth blieb er nach seinen „Lehr- und Wanderjahren“ bei guten bittrem braunem Bier. Und hier liegt er auch begraben. Er war ein Oberfranke durch und durch.

Lebensstationen

Als regionaler Wanderweg verbindet der ca. 200 km lange Jean-Paul-Weg von Joditz bis Bayreuth die Lebensstätten des Dichters, öffnet er die äußeren Augen für das „Sightseeing“ und die Arkadien-Landschaften von Fichtelgebirge, Bayreuther Land und den Parklandschaften der vier am Wege liegenden Markgrafenschlösser. Der Weg öffnet aber auch die inneren Augen für die geist- und bildreiche Sprache Jean Pauls, die sich in kleinen Portionen auf über 150 Texttafeln präsentiert. Und er nutzt auch die „Kartoffel- und Bierfreuden“ des Dichters, indem er an den kulinarisch-bodenständigen Attraktionen der Region mit ihren vielen Gasthäusern vorbei führt.

Der Weg

Auf Streckenabschnitten, die literarisch mit unterschiedlichen Themen, wie „Auf Verwandtenbesuch“, „Du kleine, aber gute lichte Stadt“, „Heilkraft des Fichtelgebirges“ u.a. bestückt sind, findet der Wanderer guten Zugang zum literarischen Werk und zur - damaligen wie auch heute noch aktuellen - Weltansicht des Dichterfürsten. Der Weg wird daher von über 150 Aphorismen- und Text-Tafeln gesäumt, auf denen der Wanderer thematisch sortierte Zitate aus dem Werk Jean Pauls findet. In den größeren Hauptorten am Weg und in der Nähe von Parkplätzen wurden größere Weg-Übersichtstafeln aufgestellt. Auch wurden durch den Naturpark Fichtelgebirge zusätzlich eine Reihe von informativen Natur- und Landschaftstafeln erarbeitet, die historische Ansichten des Fichtelgebirges und der damaligen Landbewirtschaftung aus der Zeit Jean Pauls der heutigen Situation gegenüberstellen. Die Markierung des Weges hat der Fichtelgebirgsverein übernommen.

Weiterführung:

Für 2012 ist die die letzte Wegstrecke von Park und Schloss Fantaisie (Siebenkäs, Giannozzo) in Eckersdorf bis Wonsees zu Garten und Park Sanspareil geplant.

Wichtige Orte am Weg:

Abgerundet wird das Projekt durch einen gemeinsamen literarischen Wanderführer.

b) Wegabschnitte

hier jeweils die pdfs der Wegabschnitte

c) Museen am Weg

 

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